Die Burmakatze


Burmakatzen sind äußerst gesellig, intelligent, verschmust und sehr verspielt. Wegen Ihrer Anhänglichkeit tragen sie auch den Namen "Menschenkatze". Sie lieben "ihre" Familie über alles. Dazu zählen neben den Menschen auch andere Haustiere.

Burmesen leben in engen "Familienverbänden", sind bei der Aufzucht ihrer Jungen hingebungsvolle Mütter. Auch "Väter "oder andere "Familienmitglieder "beteiligen sich gerne an der Aufzucht der Babys.

Die Ursprünge der Burmakatze liegen zum Teil im Dunkeln. Man kann ihre Spur nach Burma , dem heutigen Birma zurückverfolgen. Dort wurde sie bereits in einer uralten Schriftrolle, dem "Smud Koi Pergament"(dem wahrscheinlich ältesten Katzenbuch )erwähnt. Thong-Daeng, oder die Kupferkatze wurde in ihrer ursprünglichen Farbe Seal/Braun dort dargestellt .


Die Farbpalette der Burmakatze umfast 10 Farben:

Seal oder Braun : warmes Sealbraun

Blau : blaugrau mit hellem Zinn Schimmer

Chocolate : Milchkaffee farben

LIlac : helles taubengrau mit zartem rosa Schimmer

Rot : Mandarinfarben

Creme : Helles pudriges Aprikose

Seal-tortie : Seal und Mandarin gemischt/gefleckt

Blau-tortie : Blaugrau und Aprikose gemischt/gefleckt

Choc-tortie : Milchkaffee und Mandarin gemischt/gefleckt

Lilac-tortie : Taubengrau und Aprikose gemischt/gefleckt

 

Hier noch ein wenig Geschichte, da die Burma doch Geburtstag hat:

Sie kam 1930 von Rangoon nach San Franzisco, eine kleine braune Katze, die dort mit eine Siam verpaart wurde und die Ur-Burma Wong Mau ergab. Diese Katzen wurden in USA weitergezüchtet unter Zuhilfenahme der Siam und die heute nur in der braunen Farbe (USA = sable) als Burma anerkannt. Da aber im Laufe der Zeit sich aus einer – zehn – Farben entwickelt haben, laufen die anderen Farbschläge dort unter der Bezeichnung „Malayans“.

Die braune Burma ist offiziell zuerst in England anerkannt worden im Jahre 1952 unter der Farb-Nr. 27. Bis 1955 hielt sich nur die braune Farbe. Dann im gleichen Jahr tauchte die erste blaue Burma auf, eine Verdünnung aus braun, die auch den ersten Einkreuzungen der Siam zu verdanken ist. (Jedoch auch die bei der Burma nicht erwünschte Spitzenfärbung). Diese blaue Farbe ist 1960 anerkannt worden.

Vier Jahre später, also ab 1964, ist die Einkreuzung durch rot bzw. Verdünnung aus blau, nämlich creme, vorgenommen worden. Z. B. ist die rote Farbe in der Burma entstanden durch Einkreuzen von schildpatt-weißen und roten Hauskatzen sowie red-point-Siamkatzen, daher achtete man bei dieser Farbe und deren Verdünnung verstärkt auf die Erhaltung des Typs. Durch die „neuen“ Farben sind auch Nachteile in die Burmazucht hereingekommen, wie leichte Geisterzeichnung, bisschen Typveränderung, undefinierbares Gelb in der Augenfarbe, die jedoch durch ein ordentliches, konsequentes Zuchtprogramm wieder auszumerzen sind, wenn nötig, sogar über mehrfache Rückkreuzungen.

1970 trat dann zum ersten Mal chocolate als Farbe in Europa auf (in Amerika: champagne) und direkt ein Jahr danach entstand das erste männliche lilac-Kitten als Verdünnung daraus. Wenn also diese Farbe fallen soll, müssen beide Elterntiere Verdünnung und den choc.-Faktor tragen.

1973 sind dann die vier tortie-Farben registriert worden, die allerdings erst 1977 den Champion-Status erwerben konnten